Presse- und Newsarchiv

Projekt Gewässerforscher

forschendes Lernen im Nationalpark Hohe Tauern Tirol

Mitte Mai 2014: Auszeichnung des Projekts "Gewässerforscher" als UN-Dekadenprojekt "Bildung für nachhaltige Entwicklung"!

Vorstellung des Projektes bei der Unesco-Komission

15- bis 17-Jährige bekommen die Chance, wie richtige Wissenschaftler selbstständig und experimentell zu arbeiten.
Aufgabe: Vergleich zweier natürlicher Fließgewässer (zuhause und in den Hohen Tauern)

Angebot für gymnasiale Oberstufen: 'Projekt Gewässerforscher' > zur Projekthomepage

Nehmen Sie an diesem einzigartigen Projekt teil!

Chemische Untersuchung des Gebirgsbachwassers
Schülerinnen untersuchen den Sauerstoffgehalt (Winkler-Methode)

Wasser ist der Quell allen Lebens. Neben der Luft zum Atmen ist Wasser das Element, das wir unmittelbar zum Überleben benötigen. Gerade in Tirol mit den sauberen Gebirgsbächen und insbesondere die naturbelassenen Gewässer des Nationalparks sind nicht nur einzigartige Lebensräume, sondern auch lebenswichtige Trinkwasserspender und Kennzeichen unseres Landes. Solange diese Ökosysteme funktionieren produzieren sie Werte, so wie sauberes Trinkwasser, deren wir uns heute noch gar nicht bewusst sind.

Daher hat das Haus des Wassers im Nationalpark Hohe Tauern als Treffpunkt der forschenden Jugend Europas unter Mitwirkung führender Forscher der Universität Innsbruck und erfahrener Pädagogen der PH Tirol ein Programm für Schüler entwickelt, das hohe Ansprüche an die Selbstständigkeit und wissenschaftliche Arbeitsweise der Schüler stellt. Die Schüler gewinnen dabei Daten, die den Universitäten des Landes zur Verfügung gestellt werden und lernen das Leben als Wissenschaftler kennen.

Das Projekt Gewässerforscher

Die Schüler bekommen in diesem Projekt die einzigartige Möglichkeit, ein Gewässer in der Nähe ihrer Schule mit einem Gebirgsbach im Nationalpark Hohe Tauern (Defereggental) mit Hilfe von professionellen Geräten und modernen Untersuchungsmethoden zu erforschen. Sie arbeiten dabei weitgehend selbstständig in Gruppen und lernen so das Berufsbild eines Wissenschaftlers kennen. Dabei kann individuell zwischen biologischen, chemischen, physikalischen Schwerpunkten gewählt werden. In einem abschließenden Forschungsbericht werden die unterschiedlichen Forschungsergebnisse zusammengeführt und interpretiert. Durch die selbstständige Arbeitsweise und die freie Zeiteinteilung werden neben den methodischen und inhaltlichen Kompetenzen auch soziale Fähigkeiten (Diskussion in der Gruppe, Teamfähigkeit, verantwortungsvoller Umgang mit empfindlichen Analysegeräten) sowie Eigenkompetenzen (Recherche, Zeitmanagement) gefördert und unterstützt.

Leitbild und Zielsetzung

In diesem Projekt sollen bestehende Konzepte nicht überprüft oder nur Aufgaben erledigt werden – Ziel ist es, Wissen zu schaffen und dem Schüler eine neue Form des Lernens zu vermitteln. Bei den zukünftigen Entscheidungsträgern sollen Verantwortungsgefühl für das Element Wasser, Diskussions– und Handlungsfähigkeit geschult werden. Das Verständnis der Zusammenhänge führt schlussendlich zu einem nachhaltigeren Umgang mit der Natur und speziell dem Wasser. Auf dem Weg dorthin steht die wissenschaftliche Arbeitsweise, Methodenvielfalt und der fächerübergreifende Unterricht immer im Vordergrund. Das beginnt beim Formulieren einer Forschungsfrage sowie dem Erarbeiten einer Hypothese und endet mit der Präsentation der Ergebnisse nach dem Muster eines wissenschaftlichen Forschungsberichts. Aber auch gesellschaftlich relevante Fragen zum Thema Wasser sollen im Projekt aufgegriffen werden. Außerdem kann die zur Verfügung stehende freie Zeit dazu genutzt werden, die Nationalparkregion Osttirol näher kennen zu lernen.

Ablauf

Die Vorbereitung im Unterricht spielt für das Projekt eine große Rolle. Die Lehrer erhalten passend zu den Lerninhalten der Oberstufe Unterlagen zu den Themen Ökosystem Fließgewässer, Chemie von Fließgewässern und Flussdynamik. Diese Inhalte werden im Rahmen des Unterrichts mit Hilfe des Lehrers intensiv bearbeitet. Bei einer Exkursion untersuchen die Schüler zusammen mit erfahrenen Betreuern einen geeigneten Bach in Schulnähe und lernen die Untersuchungsmethoden kennen. In den folgenden Schulstunden entscheiden sich die einzelnen Gruppen, gemeinsam mit dem Lehrer und in Absprache mit dem Nationalpark, für eine Forschungsfrage. Sie stellen eine einfache Hypothese auf und erarbeiten einen Forschungsplan. So vorbereitet kommen die Schüler für eine Woche ins Haus des Wassers.
(Gesamtaufwand Vorbereitung exklusive Exkursion: sechs Schulstunden)
Forscherwoche im Haus des Wassers (Vorschlag) :
Montag: Anreise, Untersuchungsgebiet erkunden, Forschungsplan mit Ranger durchgehen und Tagespläne erstellen
Dienstag: Durchführung verschiedener Experimente, Erheben von Daten
Mittwoch: Durchführung verschiedener Experimente, Erheben von Daten, Nachmittag zur freien Verfügung
Donnerstag: Arbeit an Forschungsberichten, Vorbereitung auf Präsentation
Freitag: Präsentation des Berichtes (Forscherkongress), Reflexion
Die Projektwoche schließt mit Diplomvergabe und Veröffentlichung der Forschungsergebnisse im Internet.

Eckdaten zur Teilnahme

Termine: April–Oktober (rechtzeitig anmelden)
Alter der Schüler: 15-17 Jahre
Max. Teilnehmeranzahl: bis zu 30 Schüler
Kosten: 125,- Euro pro Person (Projektbetreuung, Exkursion und Forscherwoche) – Lehr- u. Begleitpersonen kostenlos
Unterkunft in der Pension Lärchenhof: ca. 32,- Euro ÜNVP pro Tag

Berichte online seit September 2011 unter: www.hohetauern.at/gewaesserforscher

Geologie im Projekt Gewässerforscher: Forschendes Lernen mit Steinen
kurzer Bericht.pdf von Projektentwickler Magnus Lantschner

 

Radio-Bericht zur UNESCO-Auszeichnung (Minute 16:20 bis 21:50)


Sie können Ihre Schulklasse (ab 15 Jahren) jederzeit anmelden!

Kontaktdaten
Prospektmaterial
Ihre Nachricht an uns
Sicherheitscode

captcha

Kontakt

  • Leitung:
  • Dipl.-Biol. Brigitte ECKLE
  • E-Mail:
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Telefon:
  • +43-664-2516140
  • Haus des Wassers
  • Nationalpark Hohe Tauern Tirol
  • Oberrotte 110
  • 9963 St. Jakob in Defereggen